um mehr über das Kriegsende zu erfahren.
Im April 1945 nahm die US-Armee die Stadt Gera in Thüringen ein, aber die sollte nicht lange bleiben.
MDR: Bye Bye Amis, willkommen Sowjets!
Die Zeichnungen sind vom damals 10jährigen Hans-Peter Große, ein Augenzeuge des Kriegsendes in Gera.
⏩ Erinnerungen eines Geraer Künstlers an die Besatzer
MDR | Geschichte | NS-Zeit | Zweiter Weltkrieg | 1945
brennendes altes Waisenhaus / Museum im zerstörten Gera am 6. April 1945
aus "Gera, Geschichte der Stadt in Wort und Bild" 1987
Vor 80 Jahren wurden Deutschland und Europa vom Faschismus befreit, von außen, von der Roten Armee und von den Truppen der westlichen Alliierten. Dank Euch unbekannte Soldaten.
Wehrmacht und SS brachten in jedes der von Deutschland überfallenen Länder himmelschreiende Verbrechen, Zerstörung und Verfolgung. Nach der Eroberung von halb Europa führte Nazi-Deutschland gegen die UdSSR einen einzigartigen Raub-, Versklavungs- und Vernichtungskrieg mit 27 Millionen Todesopfern. In jedem der besetzten Länder und Gebiete gab es Aufbegehren und Gegenwehr.
Deutsche Antifaschisten waren eingesperrt, wurden getötet oder sie hatten sich ins Exil retten können. Trotz Widerstands auch im Inneren, war die Mehrheit der deutschen Bevölkerung verstummt oder folgte den Nazis bis zum bitteren Ende.
Bei angloamerikanischen Luftangriffen auf Gera wurden am 12. Mai 1944 85 Menschen getötet und Bahnanlagen, Industriegebäude sowie Wohnanlagen beschädigt und zerstört. Weitere Luftangriffe folgten und am 6. April 1945 war der schwerste Luftangriff auf Gera. In sieben Wellen wurden Spreng- und Brandbomben abgeworfen. 142 Menschen starben und die Altstadt bis zum Hauptbahnhof und nach Untermhaus beschädigt sowie die Heinrichstraße, der Heinrichplatz und der Roßpatz fielen in Schutt und Asche... Bei Bomben- und Tieffliegerangriffen sowie durch Artilleriebeschuss wurden 548 Menschen in Gera getötet.
Am 14. April 1945 kapitulierten 1.200 Soldaten am Standort Gera. Die Stadt wurde durch Truppen der 7. US-Armee besetzt.Gera's OberbürgermeisterS.37, 2007
Der amerikanische Colonel Burhans notierte am 14. April 1945:Jeglicher Widerstand in Gera endete 13 Uhr.Der Krieg ist für Gera zu Ende. Zuvor, so erinnert sich Hans-Peter Große, haben die Amerikaner den Widerstand der Stadt mit Salven aus ihrer Panzerhaubitze geprüft. Einen ersten Gruß habe die Bäckersfamilie Hempel in der Ludwig-Jahn-Straße erhalten, deren Wohnung von einem Geschoss getroffen wurde.
Wie viele andere Geraer Bürger erblickte der elfjährige Hans-Peter unter den Soldaten der 80. Infanteriedivision aus Texas staunend erstmals einen schwarzen Soldaten. Neugierig drängten sich die Kinder um das Biwak der Amerikaner, wo vor derOssel, der Ostvorstädtischen Turnhalle Lagerfeuer brannten...
Am 2. Juli 1945 erlebte er den Abzug der amerikanischen und den Einzug der sowjetischen Truppen in Gera... ⏩ Kritischer Chronist mit Zeichenstift, von Elke Lier
Der 12. April 1945 war der letzte Tag, an dem in Gera eine Zeitung erschien. Fritz Sauckel, Thüringer Gauleiter, wird darin zitiert:Wer vor dem Feind die weiße Fahne hisst, wird als Landesverräter und Deserteur behandelt.
Am 13. April wurden Buchenwald-Häftlinge durch die Stadt getrieben.
Am 7. Mai 1945 setzten die amerikanischen Besatzungstruppen den Geraer Rechtsanwalt Dr. Rudolf Paul als Oberbürgermeister ein.
Am Montag, den 2. Juli 1945 kamen dann die russischen Truppen von Ronneburg her nach Gera.
⏩ Das Jahr 1945 | Befreiung vom Faschismus | Gera
Dokumentationen und Vorträge zur Naziherrschaft und Zeitungsartikel mit Fotos zum Kriegsende
mit Berichten von Zeitzeugen
⏩ Unterm Hakenkreuz Herausgeber: Gedenkstätte Amthordurchgang e.V Eine Dokumentation zum Lesen und Herunterladen
Terror, Verfolgung und Widerstand in Gera von 1933 bis 1945
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Vergessene Kinder - Kinder von Zwangsarbeiterinnen des Zweiten Weltkrieges in Gera Eine Dokumentation von Dr. med. Brunhilde Jung zum Lesen und Herunterladen.
Die promovierte Geraer Kinderärztin Brunhilde Jung war 2009 zufällig an den Kindergräbern auf dem Ostfriedhof vorbeigekommen und entzifferte unter den mit Moos bewachsenen Steinen mit wachsendem Entsetzen die Geburts- und Sterbedaten der Kinder.
Ergebnis dieser persönlichen Betroffenheit war ihre Dokumentation „Vergessene Kinder“ von 2010, die sie mit Unterstützung der Gedenkstätte Amthordurchgang herausgab.
Der Holzkünstler Marcus Malik erstellte das Mahnmal für die umgekommenen Zwangsarbeiterkinder auf dem Gräberfeld IIc des Ostfriedhofes.
2024 wurde im Anschluss an die Gedenkfeier für die Opfer des 6. April 1945 vom Künstler und der Vorsitzenden des Friedensbündnisses Gera, Petra Beck, das Denkmal enthüllt.
Das Friedensbündnis Gera e.V. finanzierte das Mahnmal und kümmert sich mit um die Pflege des Gräberfeldes, in Zusammenarbeit mit Schulklassen. Im Vorfeld des Gedenktages 2025 wurden Blumen am Denkmal gepflanzt.
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Gerda: 80 Jahre nach Kriegsende: Diese Spuren sind in Gera noch sichtbar
Seit 80 Jahren ist der Weltkrieg in Europa beendet, doch noch immer sieht man Spuren aus der NS-Zeit in unserer Stadt. Gerda hat sich auf die Suche gemacht.
⏩ Todesmärsche durch Gera Vortrag von Dieter Bauke von der Fachgruppe Heimatgeschichte im Kulturbund am 13. Februar 2025.
Dem Gedenken an die Leiden der KZ-Häftlinge und der Mahnung für uns und die Kommenden sind in Gera mehrere Gedenkorte gewidmet: Denkmal auf dem Ostfriedhof, Denkmal im Küchengarten, drei Gedenksteine an der Marschroute (Stadion, Wiesestraße, Röppisch).
Laut Herrn Bauke sind etwa 90 Häftlinge zwischen Köstritz und Weida auf den Todesmärschen umgekommen, 10 davon im Stadtgebiet von Gera.
Seit 1980 wird jährlich der Buchenwaldgedenklauf, von Bad Köstritz über Gera nach Weida führend, ausgetragen, als herausragendes Zeichen des Engagements gegen den Faschismus und für Frieden und Freiheit werden die Helden des antifaschistischen Widerstandskampes geehrt.
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Gerda: 80 Jahre nach Kriegsende: Todesmarsch-Gedenksteine...
Da, wo sie gestorben und meist auch begraben sind, erinnern Gedenksteine an die meist unbekannten Toten.
⏩ OTZ: 10.18 Uhr, 1945: In den nächsten 14 Minuten sterben in Gera 160 Menschen Um 10.18 Uhr am 6. April 1945 fielen die ersten Bomben an diesem Tag auf Gera nieder...
Hans-Peter Große ist zehn Jahre alt, er ist an diesem Freitag in Gera unterwegs. Er erlebt den Einschlag der Bomben mit. Er überlebt und ist heute einer der wenigen, die nicht nur mitreden sondern berichten können.
80 Jahre später, am Sonntag, 6. April 2025, sind alle Glocken dieser Stadt in Bewegung, sie wollen erinnern an den schwersten Bombenangriff der Alliierten, den Gera erlebte, kurz bevor Deutschland einen Monat und zwei Tage später kapitulierte.
In diesen 14 Minuten, von 10.18 bis 10.32 Uhr, am 6. April 1945 werden 311 Tonnen Brand- und Sprengbomben abgeworfen. Sie töteten 160 Geraer
, erzählt Matthias Wagner vom Stadtmuseum...
⏩ Die Häselburg Gera - Hausgeschichte
Das Mädchenheim existierte bis 1945. Im Untergeschoss befand sich bis in die 1950er-Jahre ein öffentliches Wannenbad.
Im April 1945 wurden das Gebäude und die Kessel des Wannenbads von einer Bombe getroffen.
32 Menschen, die im Keller Schutz gesucht hatten, starben durch das kochend heiße Wasser...
⏩ Gerda: Vor 80 Jahren: Gera wird von den Alliierten eingenommen Vor 80 Jahren: Gera wird von den Alliierten eingenommen
⏩ OTZ: Feindalarm in Geras Süden: Rudolf Heiland versteckt sich Rudolf Heiland ist acht Jahre alt, als die Amerikaner durch Liebschwitz ziehen. Im „Braukeller“ des einstigen Rittergutes, getrieben 20 Meter tief in den Berg, fanden die Liebschwitzer Schutz bei Bombenalarm.
⏩ OTZ: Letzten Wochen wurden für die Menschen in Gera zur tödlichen Realität Zwei Gedenkveranstaltungen zum Kriegsende am Donnerstag in Gera
Zum 80. Jahrestag des Tags der Befreiung von Krieg und Faschismus veranstaltet die Stadt Gera am Donnerstag, 8. Mai, im Stadtmuseum Gera eine Gedenkveranstaltung.
Neben Oberbürgermeister Kurt Dannenberg wird der Leiter des Stadtmuseums Konrad Kessler sprechen und es werden Videopassagen von Zeitzeugen gezeigt.
Um 17 Uhr lädt dann der Stadtverband Die Linke
und die Deutsch-Russische Freundschaftsgesellschaft zu einer Gedenkveranstaltung am Ehrenhain auf dem Ostfriedhof ein.
Die Gedenkveranstaltung mit Kranzniederlegung wird neben Redebeiträgen der Veranstalter auch Rezitationen sowie Musikbeiträge enthalten.
Im Stadtmuseum konzipierten die Mitarbeiter die Ausstellung Das bedeutet Krieg
. Anlass und Ausgangspunkt waren zum einen eben der heutige Jahrestag und das Themenjahr 500 Jahre Bauernkrieg
, erklärt Konrad Kessler, Leiter des Stadtmuseums...
⏩ gera.de: Das bedeutet Krieg. Stadt und Menschen in bewaffneten Konflikten Sonderausstellung 31. Mai 2025 bis 19. Oktober 2025 im Stadtmuseum Gera
⏩ Festschrift Großaga 700 Jahre, 1248-1948
Ortsbürgermeister Alfred Rosenkranz
Als Fremdarbeiter
vieler Völker beherbergte sie unser Dorf während der unseligen Hitlerzeit und des Krieges.
Ganz gleich ob als Einzelperson oder familienweise.
Wahllos hin- und hergeworfen, wurden sie aus privat- oder staatskapitalistischem Interesse wie Sklaven in deutsche Rüstungswerke gepreßt oder wie bei uns im Dorfe in der Hauptsache auf den ehemaligen Kammergütern als billige und willige Unterstützungs- und Ausbeutungsobjekte der Landwirtschaft beigegeben.
Ein Kulturschandmal, den guten deutschen Namen befleckend!
⏩ OTZ: Rote Plakate regeln streng das neue Leben in Gera Am 14. April 1945 zogen die Amerikaner in Gera ein – der Krieg war aus
⏩ OTZ: Trümmerfrau mit elf Jahren: Eine Zeitzeugin aus Gera erinnert sich zum Weltfriedenstag Zeitzeugen berichten anlässlich des Weltfriedenstags am 1. September: Wie die Geraerin Marga Steinhäuser, heute 91 Jahre, den Bombenangriff vom 6. April 1945 auf Gera erlebte und den schrecklichen Tod ihrer Spielgefährten
⏩ OTZ: Sie werden immer rarer: Zeitzeugen der letzten Kriegstage in Gera gesucht
Am 8. Mai jährt sich der Tag der Befreiung, die bedingungslose Kapitulation der Wehrmacht und das Ende des Zweiten Weltkriegs in Europa, zum 80. Mal.
Was aber wurde davon an diesem historischen 8. Mai 1945 in Gera bekannt? Hier lebte man schon 25 Tage unter amerikanischer Besatzungsmacht.
Das tägliche Leben forderte bei zerstörter Infrastruktur die Konzentration auf das Naheliegende, das Über- und Weiterleben nach dem Krieg.
Die letzte „Geraer Zeitung“ war am 14. April 1945 erschienen. Erst am 9. Oktober 1945 gab es die „Thüringer Tribüne“ als neue Tageszeitung in Gera.
Welche Nachrichten über das Radio, die üblichen Volksempfänger in Gera ihre Zuhörer erreichten, wer weiß das noch?
Die Alliierten richteten eigene Sender ein, damals war das das einzige tagesaktuelle Medium.
Unter Kontrolle der Sowjetischen Militäradministration wurde am 13. Mai 1945 die erste Radiosendung des Berliner Rundfunks ausgestrahlt.
Wichtige Befehle der Besatzungsmächte, Informationen und Bekanntmachungen wurden als Anschläge an Litfaßsäulen oder als Plakate verbreitet.
Bekanntmachung der Amerikaner
© Funke Medien Thüringen | unbekannt / Stadtmuseum Gera 08.05.2025
Informationen zu den Opfergruppen und Schäden während der Naziherrschaft und des 2. Weltkrieges in Gera
durch intensive Forschung u.a. von Elke Lier, der Kinderärztin Brunhilde Jung, der Gedenkstätte Amthordurchgang e.V. und mit
Unterstützung durch das Stadtarchiv zusammengetragen
- Zum tödlichen Rassenwahn der Nazis gehörte die Verdingung von Zwangsarbeitern aus den besetzten europäischen Ländern in die Rüstungsproduktion sowie in Wirtschaft und Landwirtschaft. Als
slawische Untermenschen
wurden Ostarbeiter aus Polen und der Sowjetunion besonders unmenschlich behandelt. - In Thüringen waren während des Zweiten Weltkrieges 500.000 Menschen in Zwangsarbeit für Nazideutschland.
- In Gera beuteten 18 Betriebe über 1000 Zwangsarbeiter aus, von denen 320 auf dem Ostfriedhof begraben wurden, vorwiegend Zwangsarbeiter aus dem Osten.
- Selbst schwangere Frauen und Frauen mit Kleinkindern kamen ab 1942 auf Befehl Himmlers und unter Kommando des Thüringer Gauleiters Fritz Sauckel zur Zwangsarbeit auch nach Gera. Jeder Frau standen zwei Quadratmeter Wohnfläche zur Verfügung. Die Arbeitszeit betrug wöchentlich 50 bis 60 Stunden. Der Stundenlohn für Frauen betrug 45 Pfennige.
- Das jüngste mit seiner Mutter nach Gera deportierte Kind war 1943 erst elf Monate alt. Zweimal am Tag durften die Frauen stillen, vor und nach der Arbeit. Grausames Verhungern wurde als
Lebensschwäche
auf dem Totenschein umschrieben, aber auch Lungenentzündung, Masern, Diphterie oder Blutvergiftung raffte die Kinder dahin. - 68 tote Kinder wurden auf dem Ostfriedhofes bestattet, manche kaum einen Tag, andere wenige Wochen oder Monate alt. Nur 32 der toten Kinder wurden älter als ein Jahr. Insgesamt sind 85 tote Kinder von Zwangsarbeiterinnen bekannt.
- Das Frauengemeinschaftslager Greizer Straße 36 war vorwiegend für Entbindungen vorgesehen, auch für Zwangsarbeiterinnen aus der Geraer Umgebung. Hier fanden 800 Frauen Aufnahme.
- Als die Front 1944/45 schnell näher rückte, wurden die Leichen von 446 jüdischen Toten aus den KZ Buchenwald–Außenstellen Rehmsdorf und Gleina zur Einäscherung nach Gera gebracht. Ihre Namen wurden in der Friedhofskartei nicht festgehalten, die Asche in Papiertüten in einem Erdloch vergraben. Doch ein Friedhofsmitarbeiter besaß so viel menschlichen Anstand und Respekt vor den Toten, dass er entgegen der Anordnung ihre Namen, Vornamen, Geburts- und Sterbetag und den Ort ihrer letzten Stunde heimlich vermerkte. Im Juli 1949 erhielten diese 446 Toten unter dem Davidstern auf einem Messinggrabstein eine würdevolle Ruhestätte.
- Auf dem Geraer Ostfriedhof liegen 1.326 Opfer des Zweiten Weltkrieges begraben.
⏩ Die unterschiedlichen Opfergruppen auf dem Ostfriedhof Ansprache von Frau Lier zur Veranstaltung am 6. April 2025 auf dem Ostfriedhof - 2.639 Geraer Bürger ließen ihr Leben auf den Schlachtfeldern Europas, viele andere kehrten als Krüppel heim.
Gera's Oberbürgermeister
S.37, 2007 - 28 starben in Konzentrationslagern und Gefängnissen, und neun einige Zeit später an den Haftfolgen.
- Von den Bürgern jüdischen Glaubens starben 211 Menschen; die anderen konnten rechtzeitig emigrieren, sodass zum Kriegsende 1945 in Gera noch sechs Juden – vier Frauen und zwei Kinder – lebten. ⏩ Das Jahr 1945 | Befreiung vom Faschismus | Gera
- 1933 lebten 378 jüdische Personen in der Stadt. In den folgenden Jahren ist ein Teil der jüdischen Gemeindeglieder auf Grund der Folgen des wirtschaftlichen Boykotts, der zunehmenden Entrechtung und der Repressalien weggezogen beziehungsweise ausgewandert.
-
Am 28. Oktober 1938 wurden 140 sogenannte
Ostjuden
aus allen Stadtteilen abgeholt und zur Ausreise gezwungen; sie wurden an die deutsch-polnische Grenze transportiert. Beim Novemberpogrom 1938 wurden die beiden Synagogen geschändet und demoliert (s.u.). Die meisten der jüdischen Männer wurden verhaftet und in das KZ Buchenwald verschleppt. Bis 1939 wurden die letzten jüdischen Geschäfte "arisiert". -
Für die noch in der Stadt lebenden jüdischen Personen wurden sogenannte
Judenhäuser
eingerichtet:.... 1942 wurden noch 64 jüdische Einwohner gezählt. Die meisten von ihnen wurden bei zwei Deportationen in diesem Jahr in Vernichtungslager verbracht: am 9. Mai 1942 waren es 34 jüdische Personen aus 18 Familien, darunter sechs Kinder, am 19./20. September 1942 weitere 14 jüdische Personen. ⏩ Zur Geschichte der jüdischen Gemeinde - Auf Initiative des Jüdisch-Deutschen Kulturvereins Gera wurde im Oktober 2012 im Gebäude des Hauptbahnhofes eine Gedenktafel angebracht, die namentlich an die hiesigen Deportationsopfer erinnert.
- Die Stadt Gera beteiligt sich seit 2008/2009 auch am
Stolperstein
-Projekt. Inzwischen sind ca. 110 Steine verlegt worden, die an Opfer der NS-Gewaltherrschaft erinnern (Stand 2024).
⏩ Aus der Geschichte der Jüdischen Gemeinden im deutschen Sprachraum | Gera -
Im Vorfeld des 8. Mai 2025 wurden vom Oberbürgermeister Dannenberg weitere Stolpersteine in Gera verlegt.
⏩ Gerda:Wir machen sichtbar, was andere unsichtbar machen wollten
: 12 neue Stolpersteine verlegt -
Über 116.000 Stolpersteine wurden bisher in Europa verlegt, 124 davon allein in Gera.
⏩ Gerda:Gera ist eine Stadt mit Geschichte, aber auch der Haltung
In Gera geborene und/oder längere Zeit am Ort wohnhafte jüdische Personen, die in der NS-Zeit umgekommen sind:
(Angaben nach den Listen von Yad Vashem, Jerusalem und den Angaben des Gedenkbuches - Opfer der Verfolgung der Juden unter der nationalsozialistischen Gewaltherrschaft in Deutschland 1933-1945
)
Herbert Biermann, Ehemann der Geraer Fotografin Aenne Bierman, schreibt aus der Diaspora im Jahr 1947 an seinen Geraer Freund Martin Engels
...nichts kann jemals diese Schande löschen, diese Widerstandslosigkeit eines ganzen Volkes gegenüber dem Sadismus des niedrigsten Pöbels!
Ein Brief aus HaifaS.2, Herbert Biermann, 1947
MDR: Warum Gera einem Brief aus Palästina eine ganze Ausstellung widmet Zitat von Herbert Biermann in der Audio-Datei ab Minute 2:20
... damit wir übermorgen blühen können.
aus der Ansprache zur Buchenwaldbefreiung 2025 von Marina Weisband
...Und ist es nicht bigott, hier zu mahnen und mit dem Finger auf Russland oder die USA zu zeigen, während auch wir uns im Wahlkampf primär damit befasst haben, wen wir alles abschieben können?
Wenn wir auf der Schwelle stehen, wieder zwei Klassen der deutschen Staatsbürgerschaft einzuführen? Die einen, die sie ganz selbstverständlich haben dürfen, und die anderen, wie ich, mit Migrationsgeschichte, die Sorge haben müssen, sie zu verlieren für das genau gleiche Vergehen?
…Es ist schwer, heute gegen Faschismus zu kämpfen. Weil man gegen eine Wand aus Ignoranz, Opportunismus, Gewohnheit und wohlgemeinter Naivität läuft.
Zitate von Rechtsradikalen? Geben wir als Medienhäuser wieder, man muss ja objektiv berichten über das, was ist. Und dann müssen wir sie zwecks Ausgewogenheit in Talkshows einladen.
Verbotsverfahren prüfen? Nein, wir müssen den Gegner politisch stellen. Das war übrigens auch die Einstellung der Konservativen 1930, die die SPD-Bestrebungen um ein Verbot der NSDAP damit ablehnten.
Faschismus lebt von diesem Weiter-so. Vom Opportunismus. Von vorauseilendem Gehorsam. Von Wegsehen... ... damit wir übermorgen blühen können. von Marina Weisband
Haben wir aus der Geschichte nichts gelernt?


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