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Embargopolitik gestern und heute,
Gera 25. Juli 2026

Embargo (von spanisch embargo ‚Beschlagnahme‘, ‚Pfändung‘) ist im Außenhandel und in der Außenhandelspolitik das behördliche Verbot des Exports und/oder Imports von Gütern und Dienstleistungen in einen bzw. aus einem bestimmten Staat.
Ein Embargo verstößt gegen den allgemein herrschenden Freihandel. Es ist ein nichttarifäres Handelshemmnis, weil es die Ausfuhr und/oder Einfuhr von bestimmten Gütern/Dienstleistungen verbietet. Embargos können bestimmte Güter und/oder bestimmte Staaten betreffen und sollen verhindern, dass diese Güter in diese Länder ausgeführt (Exportverbot) oder von diesen Ländern ins Inland eingeführt werden (Importverbot). Embargos sind meist als Repressalie, Retorsion oder Sanktion auf (angebliches) Fehlverhalten dieser Länder vorgesehen...

⏩  Wikipedia: Embargo, abgerufen am 27. Juli 2026
Als Sanktion wird in Strafrecht, Außenpolitik und Wirtschaft ein Zwangsmittel bezeichnet, durch das rechtsnormwidriges oder verhaltensnormwidriges Handeln dem so Handelnden Nachteile bringen soll, um ihn zur Einhaltung dieser Normen zu bewegen.

Der Begriff Sanktion entstammt lateinisch sanctio, das ursprünglich „Heilung, Billigung“ bedeutete, daraus dann „geschärfte Verordnung, Festlegung durch Gesetz“ (speziell „Strafgesetz, Artikel eines Strafgesetzes“), aber auch „Vorbehalt, Klausel“. Sanctio selbst ist abgeleitet vom Verb sancire „heiligen, weihen, unverletzlich machen“ und davon „(als heilig und unverbrüchlich) festlegen, verordnen“ (mit dem Partizip Perfekt Passiv sanctus, daher Heiligenbezeichnung Sankt).

Bei Bedrohung oder Bruch des Weltfriedens kann der UN-Sicherheitsrat nach Art. 39 UN-Charta folgende UN-Sanktionen beschließen:...

Der Begriff des Embargos wird erst seit Anfang des 19. Jahrhunderts auch auf das außenpolitisch motivierte Verbot des Außenhandels angewendet.[13] Die Kontinentalsperre vom November 1806 gegen England brachte ein Handelsembargo mit sich und sollte England zu Verhandlungen mit Frankreich zwingen.

Die Kubakrise ab Oktober 1962 begann mit einer Seeblockade, die bis November 1962 andauerte. Es schloss sich ein Embargo der Vereinigten Staaten gegen Kuba an, das teilweise noch heute gilt.

Das Röhren-Embargo der NATO gegenüber dem Ostblock vom Dezember 1962 unterband den Export von Großröhren für den Bau von Gas- und Öl-Pipelines nahezu komplett.

Die Annexion der Krim im März 2014 führte zu umfassenden Sanktionen gegen Russland.

⏩  Wikipedia: Sanktionen, abgerufen am 17. August 2026
Ein Boykott ist ein organisiertes wirtschaftliches, soziales oder politisches Zwangs- oder Druckmittel, durch das eine Person, eine Personenvereinigung, ein Unternehmen oder ein Staat vom regelmäßigen Geschäftsverkehr ausgeschlossen wird. Streik und Embargo sind weitere Druckmittel, die zum Boykott weitgehend wesensgleich sind.

Das Wort Boykott geht auf Charles Cunningham Boycott zurück, einen in Irland lebenden englischen Grundstücksverwalter. Während des Land Wars nach 1870 rief der irische Nationalistenführer Charles Stewart Parnell seine Landsleute zum gewaltlosen Widerstand auf. Infolge der 1880 von Parnell und der Irischen Landliga organisierten Aktion fand Boycott keine Pächter mehr, er wurde „boykottiert“ und bedroht, seine Diener dazu gezwungen, ihn zu verlassen, seine Zäune eingerissen, seine Briefe abgefangen und seine Lieferungen behindert.[2] Dieser erste erfolgreiche Boykott gab allen anderen den Namen.

⏩  Wikipedia: Boykott, abgerufen am 17. August 2026


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