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Ausstellung Kriegsdienst­verweigerer im 3. Reich, Gera 2025



Kriegsdienstverweigerung ist die Entscheidung einer Person, nicht an Kriegshandlungen teilzunehmen. In Staaten mit einer gesetzlichen Wehrpflicht wird sie auch als Wehrdienstverweigerung ausgeübt, weil der Wehrdienst zum Kriegsdienst ausbildet. Werden auch Ersatzdienste verweigert, spricht man von Totalverweigerung.

In demokratischen Rechtsstaaten ist Kriegsdienstverweigerung ein gesetzlich geschütztes Bürgerrecht.

1987 erkannte die Vollversammlung der Vereinten Nationen (UN) das Recht zur Kriegsdienstverweigerung als allgemeines Menschenrecht an.

In der Balkankrise von 1913 rief Rosa Luxemburg auf Massenkundgebungen der SPD zu Kriegsdienstverweigerung, Befehlsverweigerung und Widerstand gegen den absehbaren europäischen Krieg auf. Sie wurde deshalb wie andere Antimilitaristen während fast der gesamten Kriegsdauer inhaftiert.

In der Zeit des Nationalsozialismus drohte deutschen Kriegsdienstverweigerern schon vor Beginn des Zweiten Weltkriegs die Todesstrafe, die in hunderten Fällen (vorwiegend an Zeugen Jehovas und Reformadventisten) auch vollstreckt wurde. Vor diesem Hintergrund wurde das Kriegsdienstverweigerungsrecht 1949 als Grundrecht in das Grundgesetz für die Bundesrepublik Deutschland aufgenommen. (Art. 4 Abs. 3 GG):

Niemand darf gegen sein Gewissen zum Kriegsdienst mit der Waffe gezwungen werden. Das Nähere regelt ein Bundesgesetz.

Seit 1981 wird alljährlich am 15. Mai der Internationale Tag der Kriegsdienstverweigerung zu Ehren derer begangen, die sich Krieg und Kriegsdienst widersetzten und widersetzen.

In Italien gibt es inzwischen keine Wehrpflicht mehr;... In Frankreich und Spanien besteht heute ebenfalls keine Wehrpflicht mehr.

Im Jahr 2024 leben Schätzungen zufolge 36.000 russische Männer im wehrfähigen Alter, die nach Beginn der russischen Invasion der Ukraine ihr Land verlassen haben, in Deutschland. Ihr Status ist prekär, da sie keine humanitäre Visa erhalten und Kriegsdienstverweigerung allein nicht als Asylgrund anerkannt ist.

⏪  Wikipedia: Kriegsdienstverweigerung, gefunden am 03. Oktober 2026

Kriegsdienstverweigerung (KDV) war in der Geschichte Deutschlands bis 1945 im Kriegsfall fast nur als Desertion möglich. Regionale und befristete Ausnahmen gab es nur für Angehörige einiger Friedenskirchen. Kriegsdienstverweigerung wurde im Ersten Weltkrieg als Fahnenflucht oder Landesverrat mit schweren Zuchthausstrafen, in der Zeit des Nationalsozialismus als Wehrkraftzersetzung auch mit der Todesstrafe geahndet.

In der Bundesrepublik Deutschland wurde Kriegsdienstverweigerung nach zwei Weltkriegen als Grundrecht im Grundgesetz verankert.

⏪  Wikipedia: Kriegsdienstverweigerung in Deutschland, gefunden am 03. Oktober 2026

Neben anderen Religionsgemeinschaften (etwa den Mennoniten, den Quäkern etc.) gelten die Zeugen Jehovas (vor 1931: Bibelforscher) als Kriegsdienstverweigerer.

Während des Zweiten Weltkrieges verweigerten viele Zeugen Jehovas den Kriegsdienst. Die Zeugen Jehovas in Deutschland wurden unter den Nationalsozialisten mit einem Verbot belegt. Ihre Weigerung, sich am Kriegsdienst zu beteiligen, führte zu 260 Hinrichtungen.

⏪  Wikipedia: Kriegsdienstverweigerung der Zeugen Jehovas, gefunden am 03. Oktober 2026

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6. Wir sagen Nein zur Wehrpflicht und fordern die Umleitung der durch den Stopp der Hochrüstung freigesetzten Mittel in die Bereiche Bildung, Gesundheit, öffentliche Infrastruktur, Klimaanpassung und zukunftsfähigen Umbau der Industrie

7. Wir sagen Nein zur Stationierung weitreichender Mittelstreckenraketen auf dem Boden der Bundesrepublik.

8. Wir fordern die Aufnahme und den Schutz der Deserteure und Kriegsdienstverweigerer.

⏩  Die Linke - Stadtverband Gera  Friedensfest und Aufruf zur Friedenstüchtigkeit , 21. August 2026

Goethe_Wo_Recht_zu_Unrecht_wird

Anlagen

 


    
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Friedenstaube     !  Kriegsdienst verweigern, jetzt !     Erde_brennt