Mit dem Aufschwung Mitte des 19. Jahrhunderts begann alles ...

Gera erlebte ab der Mitte des 19. Jahrhunderts eine fast einzigartige Blütezeit. Innerhalb weniger Jahre entwickelte sie sich zum Zentrum der nordeuropäischen Stoff- und Tuchindustrie. Diese Blütezeit endete mit dem Zweiten Weltkrieg und der nachfolgenden DDR-Zeit. Geblieben sind zahlreiche repräsentative Villen, in denen sich der große Wohlstand, aber auch der sehr hohe Anspruch der Bauherren in Stil, Bauweise und Bauästhetik widerspiegeln.

Unter bauhistorischen und städtebaulichen Gesichtspunkten sind die Villen in Gera von besonderer Bedeutung, eine einzige, kurze, aber dafür umso intensivere Zeit sehr großen Wohlstandes, der architektonisch in fast nur einem einzigen Baustil seinen Ausdruck gefunden hat, diesen aber geradezu monumental auslebte. Die ganz ungewöhnlich hohe Anzahl, der sehr gute Erhaltungszustand und die beeindruckende Größe der Villen in Gera machen die Stadt, abgesehen vom Wirken sehr bekannter Architekten vor Ort, zu einem international bedeutenden Gesamtensemble. Einige dieser Stadtvillen müssten wegen ihrer opulenten Ausmaße und Ausstattungen begriffsrichtig eher als Palast oder Residenz bezeichnet werden.

Villa Sparmberg Kreuz-Apotheke